Alleingeburt beim ersten Kind – 5 Dinge, die mir halfen, mit Ängsten umzugehen

Alleingeburt beim ersten Kind – 5 Dinge, die mir halfen, mit Ängsten umzugehen

Ende Mai letzten Jahres. Oscar und ich fahren durch die Berge meiner alten Heimat, der kanarischen Insel La Palma. Es ist klar, dass wir ein Kind miteinander wollen und ich kann es mir in dem Moment genauer vorstellen und in meinem Kopf “sehen”, wie ich unser Kind bekomme.

Das Bild ist nicht sehr deutlich, aber ich liege auf jeden Fall auf dem Rücken, meine Beine sind angewinkelt und soweit ich mich jetzt erinnere, habe ich auch Hilfe auf beiden Seiten von mir, als es rauskommt. So ist es “normal”, so habe ich es während meines Lebens durchs Hören-Sagen und Fernsehen mitbekommen. So bekommt man Kinder. Noch nie zuvor war mir der Gedanke gekommen oder hatte ich eine Geschichte gehört, dass dies auch ohne ” fremde Hilfe” möglich sein könnte. Ich hatte also auch keine Bewertung oder Gegenüberstellung zu den Bildern in meinem Kopf. So war das einfach.

Doch es sollte alles ganz anders kommen.

Zwei Monate später war ich schwanger. An dem Tag, als es wirklich “feststand”, sah ich ein Video auf Facebook – ich war damals noch in keiner Gruppe oder mit irgendetwas, das mit natürlicher Geburt oder ähnlichem zu tun hatte, verbunden, es war also wirklich “Zufall”, dass irgendjemand aus meiner Freundesliste es postete und ich es an jenem Tag sah.

Dieses Video sollte meine Wahrnehmung für immer verändern.

Es zeigte eine Frau, die nur in Begleitung ihres Mannes und ihrer Kinder, ihr drittes Kind an einen kleinen Teich im Dschungel gebar.

In diesem Moment passierte etwas in mir. Es war klar: Das wollte ich auch!

Und ich wusste: Ich würde eine natürliche, wenn nicht sogar eine Alleingeburt haben.

Frau

Meine wunderschöne Schwangerschaft begann. Ich genoss sie wirklich sehr und fühlte mich sehr stark.

Doch diese Entscheidung in mir, was die Geburt betraf, verbarg auch große Ängste. Ich konnte in der Zeit, wahrscheinlich so gut wie noch nie, die zwei Komponenten Verstand und “inneres Wissen” beobachten.

Ich hatte tief in mir einfach dieses Wissen: So würde es geschehen und nicht anders. So soll es einfach sein.

Mein Verstand hatte dazu jedoch viel zu sagen und schürte so meine Ängste.

Gedanken, wie:

“Was, wenn etwas schief geht?!”
“Was sagen die anderen?”
“Gehe ich nicht ein großes Risiko ein?” oder
“Ich darf nichts Schlimmes denken, sonst passiert genau das dann!”,

gingen mir regelmäßig durch den Kopf.
Dadurch wurden viele Ängste in mir wach.

Ich hatte Angst vor dem Tod, vor dem Urteil anderer, davor die Verantwortung zu übernehmen, dass mein Kind nicht richtig liegt oder die Nabelschnur um das Kind gewickelt ist und viele mehr.

Während der neun Monate konnte ich das Spiel zwischen Angstgedanken und -gefühlen wirklich sehr beobachten.
Oft traute ich meinem Verstand mehr, als meinem tiefen Wissen.

Was half mir dabei, “bei mir” zu bleiben und darauf zu vertrauen?

1. Dieses Buch:

“The Birthkeepers” von Veronika Sophia Robinson

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Es sprach mich tief in meinem Sein an. Ich fühlte mich so verstanden und “richtig”. Auch las ich hier von traumhaften Alleingeburt-Geschichten.

 

 


2. Kontakt mit Gleichgesinnten

Ich hatte E-Mail Kontakt mit Veronika Sophia Robinson und Laura Shanley (Autorin von “Unassisted Childbirth”), welche mich auch zur gleichnamigen Facebook-Gruppe mit über 3.000 (!) Mitgliedern hinzufügte.
Danach fand ich auch deutsche Gruppen zu bewusster Schwangerschaft und Geburt.
Es war toll, sich dort verstanden zu fühlen und sich austauschen zu können.

3. Neue Affirmationen

Jedes Mal, wenn ein Angstgedanke mich innerlich zerfressen wollte, schrieb ich den “Gegengedanken”, bzw. das Gute/Schöne dazu auf. (Auch Oscar machte dies für sich!).

DSC_0090 Diese hier sammelten sich während der Schwangerschaft an unserem Kleiderschrank an.

Ich schrieb außerdem zum Teil große Ängste auf, strich sie durch und warf den Zettel anschließend weg.

4. Rückzug

Die letzen drei Monate der Schwangerschaft sprach ich nur noch mit wenigen und kaum über die Geburt, vor allem, wenn die Person ein anderes Mindset dazu hatte. Sonst “triggerte” das nur meine Ängste.

Ich wollte mich ganz auf mich und mein Inneres konzentrieren.

Ich fühlte, das war wichtig und ich genoss es sehr.

5. Natürlich: Meine wertvollen Schritte zum lebendig Sein

(Von diesen findest du bereits viele hier auf meinem Blog.)

Ich hörte Eckhart Tolle, fühlte meine Hände und meinen Körper, nahm mir Auszeiten und vieles mehr.

Ich wusste einfach tief in mir, dass die Geburt die größte “Präsenzübung” meines Lebens werden würde.

Und so war es dann auch…

Hier geht’s zu meinem Geburtsbericht.

 

Alles Liebe von

Linda

 

 

Nur noch für kurze Zeit gibt es das Bonus-Buch mit tollen Erfahrungsberichten von Haus- und Alleingeburten GRATIS zu meinem E-Book “Haus- / Alleingeburt – Verstanden werden und mit Ängsten umgehen” dazu!

Mir half es in meiner Schwangerschaft ungemein, die Geburtsgeschichten von anderen Frauen zu lesen, die bereits eine Alleingeburt erlebt hatten.

Ich wünsche dir viel Freude damit und eine wundervolle Schwangerschaft!

 

Hier geht’s zum Angebot!

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